5 Min. Lesezeit
Böttcherstraße Bremen: Kunst, Glockenspiel & Übernachten
108 Meter Backstein-Kunstwerk zwischen Marktplatz und Weser: Was die Bremer Böttcherstraße so besonders macht, was es zu sehen gibt — und wo Du mit eigenem Apartment zu Fuß entfernt übernachtest.

Kaum 108 Meter lang, aber eines der ungewöhnlichsten Straßenbilder Deutschlands: Die Böttcherstraße verbindet den Bremer Marktplatz mit der Weser und ist ein einziges begehbares Kunstwerk aus Backstein. Zwischen goldenem Relief, klingenden Porzellanglocken, Museen und kleinen Werkstätten steckt hier auf engstem Raum ein ganzes Stück Bremer Kulturgeschichte. Dieser Guide erklärt, was die Böttcherstraße so besonders macht, was es zu sehen gibt — und wo Du mit eigenem Apartment nur wenige Gehminuten entfernt übernachtest.
Was ist die Böttcherstraße?
Die Böttcherstraße ist eine rund 108 Meter lange Gasse in der Bremer Altstadt, die den Marktplatz mit der Weser verbindet. Was von außen wie eine historische Altstadtgasse wirkt, ist in Wahrheit ein Gesamtkunstwerk des frühen 20. Jahrhunderts: eine der seltensten und geschlossensten Ansammlungen expressionistischer Backsteinarchitektur weltweit. Auf wenigen Schritten reihen sich Museen, Kunsthandwerk, Geschäfte und Restaurants aneinander — die Bremer nennen sie gern die „heimliche Hauptstraße" der Stadt.
Woher kommt der Name Böttcherstraße?
Der Name geht auf das Böttcherhandwerk zurück — also die Herstellung und den Verkauf von Fässern. Böttcher (in anderen Regionen Küfer oder Fassbinder genannt) fertigten hölzerne Fässer und Bottiche, die in einer Hafen- und Handelsstadt wie Bremen für Wein, Bier, Fisch und Waren aller Art unverzichtbar waren. In dieser Gasse zwischen Markt und Fluss gingen sie ihrem Gewerbe nach — und gaben der Straße ihren bis heute erhaltenen Namen.
Wer hat die Böttcherstraße erbaut?
Ihr heutiges Gesicht verdankt die Böttcherstraße dem Bremer Kaffeekaufmann Ludwig Roselius, der mit dem koffeinfreien „Kaffee HAG" ein weltweit tätiges Unternehmen aufbaute. Als Mäzen ließ er die schmale Handwerkergasse zwischen 1909 und 1931 Stück für Stück zu einem künstlerischen Ensemble umgestalten. Für die eigenwillige Formensprache war maßgeblich der Bildhauer und Architekt Bernhard Hoetger verantwortlich — von ihm stammt der expressionistische, fast märchenhaft-verspielte Charakter der Bauten, der die Böttcherstraße unverwechselbar macht.
Was gibt es in der Böttcherstraße zu sehen?
Für eine so kurze Gasse ist die Dichte an Sehenswertem erstaunlich. Diese Höhepunkte solltest Du nicht verpassen:
- Der Lichtbringer — das goldglänzende Relief von Bernhard Hoetger markiert den Eingang zur Straße vom Marktplatz her und ist ihr bekanntestes Wahrzeichen.
- Haus des Glockenspiels — zwischen zwei Giebeln hängen 30 Meißner Porzellanglocken, die zu festen Zeiten erklingen; dazu drehen sich zehn geschnitzte Holztafeln.
- Museen Böttcherstraße — das Paula-Modersohn-Becker-Museum gilt als das weltweit erste Haus, das einer Malerin gewidmet wurde; im benachbarten Roselius-Haus ist eine bedeutende Sammlung niederdeutscher Wohnkultur und Kunst vom Mittelalter bis zum Barock zu sehen.
- Handwerkerhof — hier kann man bereits seit 1926 Kunsthandwerkern über die Schulter schauen, etwa der Goldschmiede- und Glasbläserkunst.
Dazu kommen kleine Läden von Souvenirs über Glaskunst bis zu Bremer Bonbons sowie Cafés und Restaurants — genug, um auf 108 Metern gut eine Stunde zu verbringen. (Öffnungszeiten und Eintritt der Museen prüfst Du am besten kurz vorab, sie können sich ändern.)
Wann spielt das Glockenspiel in der Böttcherstraße?
Das Glockenspiel im Haus des Glockenspiels erklingt zu festen Zeiten: von Januar bis März jeweils um 12, 15 und 18 Uhr, und von April bis Dezember zwischen 12 und 18 Uhr zu jeder vollen Stunde. Während die Porzellanglocken spielen, drehen sich zehn geschnitzte Holztafeln in der Fassade — ein kleines Schauspiel, für das sich das Timing des Besuchs lohnt.
Wo liegt die Böttcherstraße und wie kommt man hin?
Die Böttcherstraße liegt mitten in der Bremer Altstadt, nur wenige Schritte vom Marktplatz entfernt, und führt hinunter zur Weser (Martinistraße/Schlachte). Vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß rund 10 bis 15 Minuten quer durch die Innenstadt. Weil die Altstadt kompakt und weitgehend autofrei ist, erkundest Du Böttcherstraße, Marktplatz und Schnoor bequem in einem Spaziergang — ein eigenes Auto brauchst Du dafür nicht.
Am schönsten verbindest Du die Gasse zu einem runden Städtetrip durch Bremen: erst der Marktplatz mit Rathaus und Roland, dann durch die Böttcherstraße zur Weser und weiter ins Schnoorviertel.
Wo übernachtet man in der Nähe der Böttcherstraße?
Weil die Böttcherstraße so zentral in der Altstadt liegt, bist Du von unseren City-Apartments in Bremen-Mitte in wenigen Minuten dort — mit eigener Küche, viel Platz und Self-Check-in rund um die Uhr:
- City Apartments Rembertiring liegen direkt an den Wallanlagen und nur rund 400 Meter vom Hauptbahnhof entfernt — von hier spazierst Du in wenigen Minuten über den Grüngürtel in die Altstadt.
- City Apartments Daniel-von-Büren-Straße liegen zentral zwischen Hauptbahnhof und Altstadt — modern eingerichtet und ideal, um Innenstadt, Marktplatz und Böttcherstraße zu Fuß zu verbinden.
- City Apartment Stephani liegt im Stephaniviertel am westlichen Rand der Altstadt, nah an der Weser — von hier erreichst Du Schlachte, Böttcherstraße und Marktplatz entspannt zu Fuß.
Alle drei gehören zum Stadtteil Bremen-Mitte. Eine eigene Küche, Waschmaschine und viel Platz machen das Apartment gerade bei mehreren Nächten zur vollwertigen Basis — ab 7 Nächten gibt es bei uns Langzeitrabatt. Alle weiteren Häuser in Bremen und Stuhr findest Du in der Übersicht unserer Unterkünfte.
Und nach dem Bummel durch die Böttcherstraße lohnt sich ein Blick auf unsere Bremer Spezialitäten — die Altstadt rund um Marktplatz und Schnoor ist genau der Ort, um sich durch Bremens Küche und Café-Kultur zu probieren.
Häufige Fragen
Was ist die Böttcherstraße in Bremen?
Die Böttcherstraße ist eine rund 108 Meter lange Gasse in der Bremer Altstadt, die den Marktplatz mit der Weser verbindet. Sie gilt als eines der seltensten geschlossenen Ensembles expressionistischer Backsteinarchitektur und vereint auf engstem Raum Museen, Kunsthandwerk, Geschäfte und Restaurants.
Woher hat die Böttcherstraße ihren Namen?
Der Name geht auf das Böttcherhandwerk zurück — die Herstellung und den Verkauf von Fässern. In der Gasse zwischen Marktplatz und Weser gingen früher die Böttcher (Fassbinder) ihrem Gewerbe nach, das in der Handelsstadt Bremen für Wein, Bier und Waren aller Art wichtig war.
Wann spielt das Glockenspiel in der Böttcherstraße?
Das Glockenspiel aus 30 Meißner Porzellanglocken erklingt von Januar bis März um 12, 15 und 18 Uhr und von April bis Dezember zwischen 12 und 18 Uhr zu jeder vollen Stunde. Dabei drehen sich zusätzlich zehn geschnitzte Holztafeln in der Fassade.
Wo übernachtet man in der Nähe der Böttcherstraße?
Zentral in Bremen-Mitte bieten sich die City Apartments Rembertiring (an den Wallanlagen, rund 400 Meter zum Hauptbahnhof), die City Apartments Daniel-von-Büren-Straße und das City Apartment Stephani an — alle mit eigener Küche und Self-Check-in rund um die Uhr, zu Fuß zur Altstadt. Ab 7 Nächten gibt es Langzeitrabatt.