6 min read
Überseestadt Bremen: Hafenquartier entdecken & übernachten
Vom Überseehafen zum Stadtquartier: Europahafen, Speicher XI, Schuppen Eins und Hafenmuseum — was die Überseestadt bietet, wie Du hinkommst und wo Du übernachtest.

This guide is currently only available in German. Browse our properties or contact us — we're happy to answer questions in English.
Kaikanten statt Kopfsteinpflaster, Backsteinspeicher statt Giebelhäuser: Die Überseestadt ist Bremens jüngstes Stadtquartier — gebaut auf dem Gelände eines Hafens, den es so nicht mehr gibt. Wo bis in die 1990er-Jahre Baumwolle, Kaffee und Tabak umgeschlagen wurden, liegen heute Museen, Theater, Restaurants und eine kleine Marina direkt am Wasser. Dieser Guide erklärt, was die Überseestadt ist, wie aus dem Hafen ein Quartier wurde, was Du dort unternehmen kannst, wie Du hinkommst — und wo Du in kurzer Entfernung mit eigenem Apartment übernachtest.
Was ist die Überseestadt in Bremen?
Die Überseestadt ist ein Hafenquartier westlich der Bremer Altstadt, das sich auf dem Gelände des ehemaligen Überseehafens entwickelt hat. Nach dem Rückgang der Seewirtschaft ist daraus über die Jahre ein gemischtes Viertel aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Gastronomie geworden. Das gestalterische Rückgrat bilden dabei die erhaltenen Hafenbauten: lange Backsteinspeicher, Umschlagschuppen, Mühlen und Kaianlagen, zwischen die sich moderne Neubauten setzen — darunter der Weser Tower, ein 22-stöckiger Büroturm, der 2010 fertiggestellt wurde.
Der eigentliche Mittelpunkt ist der Europahafen: ein noch wassergefülltes Hafenbecken, an dem eine kleine Marina liegt und an dessen Kopfende breite Treppenstufen zum Sitzen einladen. Die Flaniermeile am Becken mit ihren Gastronomiebetrieben ist bei Bremerinnen und Bremern vor allem am frühen Abend beliebt — die Blickrichtung nach Westen macht den Europahafen zu einem der schönsten Plätze der Stadt für den Sonnenuntergang über der Weser.
Wie wurde aus dem Überseehafen ein Stadtquartier?
Die Wende kam in zwei Schritten. 1991 wurde der Überseehafen geschlossen — der klassische Stückgutumschlag war längst nach Bremerhaven abgewandert und in Container gewandert. 1998 wurde das Hafenbecken mit Sand verfüllt, der bei Ausbaggerungsarbeiten in der Außenweser anfiel. Diese neu gewonnene Fläche bildete zusammen mit dem benachbarten, weiterhin wassergefüllten Europahafen die Grundlage für die Planung der heutigen Überseestadt.
Anders als bei einem Abriss auf der grünen Wiese blieb dabei viel Hafensubstanz stehen. Die Rolandmühle steht unter Denkmalschutz, aus einer alten Feuerwache ist ein Restaurant geworden, und die großen Speicher wurden zu Hochschule, Museum und Bühne umgebaut. Genau diese Mischung aus Industriedenkmal und Neubau macht den Reiz des Viertels aus — und unterscheidet es deutlich vom mittelalterlichen Bremen rund um Marktplatz und Roland.
Was kann man in der Überseestadt unternehmen?
Für einen halben bis ganzen Tag gibt es im Quartier deutlich mehr zu tun, als die reine Architektur vermuten lässt:
- Hafenmuseum im Speicher XI — 120 Jahre Bremer Hafengeschichte zum Anfassen: Kakao und Fischmehl riechen und wiegen, wie ein Tallymann messen, Modellschiffe beladen. Angeschlossen ist ein Infocenter zur Entwicklung der Überseestadt.
- Schuppen Eins — das Zentrum für Automobilkultur und Mobilität in einem historischen Umschlagschuppen direkt am Europahafen. Der Boulevard im Erdgeschoss ist rund 150 Meter lang und 9 Meter hoch; durch Glasscheiben lässt sich den Werkstätten des Oldtimer-Kompetenzzentrums bei der Restaurierung zusehen.
- GOP Varieté-Theater, Hafen Revue Theater und Zaubertheater — drei sehr unterschiedliche Bühnen im Viertel, dazu die Speicherbühne im Speicher XI.
- SchwarzLichtHof und HafenRummel — Indoor-Minigolf im Schwarzlicht und ein Parcours mit elf Stationen; beides funktioniert auch bei Regenwetter.
- Überseepark — Skate- und Sportanlagen im Freien, direkt im Quartier.
- Essen und Trinken am Wasser — die Gastronomie zieht sich am Europahafen entlang, von der ehemaligen Feuerwache bis zu Lokalen in den Speichern.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal — vor dem Besuch lohnt ein kurzer Blick auf die Seite des jeweiligen Hauses.
Was hat es mit dem Speicher XI auf sich?
Der Speicher XI ist das Wahrzeichen der Überseestadt und der letzte erhaltene historische Baumwollspeicher auf dem Gelände des früheren Überseehafens. Seit 1994 steht er als Industriedenkmal unter Schutz. Heute teilen sich mehrere Nutzungen das lange Gebäude: die Hochschule für Künste, das Hafenmuseum — es wurde am 28. Februar 2004 eröffnet —, die Speicherbühne und Gastronomie. Wer nur begrenzt Zeit hat und sich für ein einziges Ziel im Viertel entscheiden muss, ist hier richtig.
Wie komme ich in die Überseestadt?
Das Quartier liegt näher an der Innenstadt, als viele Gäste vermuten: Von der Innenstadt bis zum Europahafen sind es rund drei Kilometer. Zu Fuß ist man je nach Startpunkt und Route in etwas mehr als einer halben Stunde dort, mit dem Rad in maximal einer Viertelstunde. Vom Marktplatz aus liegt der Speicher XI etwa eine Viertelstunde entfernt.
- Straßenbahn Linie 3 — ab Domsheide in höchstens acht Minuten bis zur Haltestelle Europahafen; wer Am Brill einsteigt, ist in rund fünf Minuten da.
- Buslinie 20 — die direkte Verbindung ab Hauptbahnhof zum Europahafen, allerdings mit größeren Taktabständen.
- Buslinie 26 — ab Hauptbahnhof über Findorff und Walle in die Überseestadt-Nord, rund 16 bis 22 Minuten.
Wer mit der Bahn anreist, findet die Details zu Umstieg und Wegen im Guide Mit dem Zug nach Bremen. Aktuelle Fahrpläne und Linienführungen stehen bei der BSAG.
Wo übernachte ich in der Nähe der Überseestadt?
Weil das Viertel selbst vor allem Wohn- und Büroquartier ist, wohnt man für einen Besuch am besten am östlichen Rand — also in der Altstadt oder der Bahnhofsvorstadt. Von dort sind Europahafen und Speicher XI mit einer kurzen Tram-Fahrt oder einem Spaziergang an der Weser entlang erreichbar, und Marktplatz, Böttcherstraße und Schlachte liegen gleichzeitig vor der Tür.
Ein großer Teil der Übernachtungen hier ist beruflich: In den Büros und Betrieben des Quartiers arbeiten Projektmitarbeiter und Techniker oft wochen- bis monatelang. Für diesen Fall — inklusive der Wege zum Airbus-Werk im Süden der Stadt — haben wir einen eigenen Leitfaden zur Monteurwohnung in Bremen.
- Direkt am Wall: Das City Apartment am Stephaniwall liegt am westlichen Altstadtrand — die Richtung, in die auch die Überseestadt zeigt. Bis zum Marktplatz sind es rund 500 Meter.
- Zentral und für Gruppen: Die City Apartments in der Daniel-von-Büren-Straße liegen in der Bahnhofsvorstadt, rund 900 Meter vom Hauptbahnhof, und nehmen zusammen bis zu acht Gäste auf.
- Mit eigenem Stellplatz: Wer mit dem Auto kommt, wohnt in den Waterfront Apartments in der Luchtbergstraße in Bremen-West — mit Balkon, Parkplatz und kurzer Strecke entlang der Weser Richtung Überseestadt.
Einen Überblick über die passenden Stadtteile geben die Seiten zu Bremen-Mitte und Bremen-West. In allen Apartments gehören Self-Check-in rund um die Uhr, eine voll ausgestattete Küche und schnelles WLAN dazu — praktisch, wenn der Abend am Europahafen länger wird als geplant. Wer die Stadt in Ruhe erkunden will, bleibt länger: Ab sieben Nächten gibt es bei uns Langzeitrabatt.
Häufige Fragen
Was ist die Überseestadt in Bremen?
Die Überseestadt ist ein Hafenquartier westlich der Bremer Altstadt, das auf dem Gelände des ehemaligen Überseehafens entstanden ist. Nach dem Rückgang der Seewirtschaft ist daraus ein gemischtes Viertel aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Gastronomie geworden — mit erhaltenen Backsteinspeichern, Umschlagschuppen und Kaianlagen sowie Neubauten wie dem 2010 fertiggestellten Weser Tower.
Wie weit ist die Überseestadt von der Bremer Innenstadt entfernt?
Von der Innenstadt bis zum Europahafen sind es rund drei Kilometer. Zu Fuß dauert das je nach Startpunkt und Route etwas mehr als eine halbe Stunde, mit dem Rad höchstens eine Viertelstunde. Vom Marktplatz aus liegt der Speicher XI etwa eine Viertelstunde entfernt.
Wie komme ich vom Hauptbahnhof in die Überseestadt?
Am direktesten mit der Buslinie 20 ab Hauptbahnhof, die allerdings seltener fährt. Die Buslinie 26 fährt ab Hauptbahnhof über Findorff und Walle in rund 16 bis 22 Minuten in die Überseestadt-Nord. Mit der Straßenbahnlinie 3 erreicht man die Haltestelle Europahafen ab Domsheide in höchstens acht Minuten, ab Am Brill in rund fünf Minuten.
Was kann man in der Überseestadt machen?
Sehenswert sind das Hafenmuseum im Speicher XI mit 120 Jahren Bremer Hafengeschichte, der Schuppen Eins als Zentrum für Automobilkultur und Mobilität mit seinem rund 150 Meter langen Boulevard, das GOP Varieté-Theater, das Hafen Revue Theater und das Zaubertheater. Dazu kommen Indoor-Minigolf im SchwarzLichtHof, der HafenRummel mit elf Stationen, der Überseepark mit Skate- und Sportanlagen sowie die Gastronomie am Europahafen.
Was ist der Speicher XI in Bremen?
Der Speicher XI ist der letzte erhaltene historische Baumwollspeicher auf dem Gelände des früheren Überseehafens und seit 1994 als Industriedenkmal geschützt. Heute beherbergt er die Hochschule für Künste, das am 28. Februar 2004 eröffnete Hafenmuseum, die Speicherbühne und Gastronomie.
Warum wurde der Überseehafen zugeschüttet?
Der Überseehafen wurde 1991 geschlossen, weil der klassische Stückgutumschlag dort keine Rolle mehr spielte. 1998 wurde das Hafenbecken mit Sand verfüllt, der bei Ausbaggerungsarbeiten in der Außenweser anfiel. Diese Fläche bildete zusammen mit dem weiterhin wassergefüllten Europahafen die Grundlage für die Entwicklung der heutigen Überseestadt.
Wo übernachtet man am besten in der Nähe der Überseestadt?
Am praktischsten ist der östliche Rand des Quartiers, also die Altstadt oder die Bahnhofsvorstadt: Von dort sind Europahafen und Speicher XI mit einer kurzen Tram-Fahrt oder einem Spaziergang an der Weser erreichbar, und Marktplatz, Böttcherstraße und Schlachte liegen ebenfalls vor der Tür. ImmoStay hat dort Apartments am Stephaniwall und in der Daniel-von-Büren-Straße; wer mit dem Auto anreist, findet in der Luchtbergstraße in Bremen-West einen eigenen Stellplatz.